"Mit nassen Füssen durch Mecklenburg" :

...und wiedermal im Nebeltal, der Wassergarten am Sündenborn und der Ahorngarten von Winfried Podellek

Dreiteilig war dieses Jahr unsere Frühjahrsexkursion. Nach Jahren wiedermal das Nebeltal zu besuchen, war eines der Ziele. Hier war, trotz des späten Termins, deutlich die Verzögerung des Entwicklungsstandes der Natur zu spüren. Etwa 14 Tage war die Entwicklung zurück. Die Unterwasservegetation aus dichten Betänden Berula erecta und der Mummel, Nupar lutea war noch lückenhaft und das Uferröhricht aus Schilf, Rohrkolben und Igelkolben noch sehr durchsichtig. Auch das Pfeilkraut Sagittaria sagittifolia war erst zu ahnen. Eines aber hatte sich unübersehbar entwickelt: an der Wassermühle wurde ein Imbiss möglich, der über die bislang übliche Bockwurst hinausging.

Da das Wetter ausgesprochen günstig war, wurde die unangestrengte Wanderung zum Erholungsfaktor. Die Nebel war kristallklar, wie die letzten Male auch und an verschiedenen Stellen konnten wir die für diesen Fluss typische Alge Hildenbrandia rivularis wiederfinden. Da aber am Nachmittag noch zwei Gartenbsichtigungen anstanden, wurde nach dem ersten Abschnitt die Exkursion durch das Nebeltal beendet. Die länger Wanderung durch das Durchbruchstal werden wir uns wohl für das nächste Jahr vornehmen. Nicht unerwähnt bleiben soll die Cateringversorgung mit Kuchen und Kaffee nach Exkursionsende durch Familie Kather (Leckerer Quarkkuchen mit Mandarinen) und ein Rhabarberkuchen der Schweriner Freunde. So gestärkt machten sich 4 Freunde auf den Weg nach Wismar, in den Garten von Winfried Podellek. Die Anklamer und die Schweriner wollten, schon fast traditionell, den Wassergarten am Sündenborn besichtigen.

Das Nebeltal

Der Wassergarten am Sündenborn

Nun, schon nach einigen Jahren als traditionell zu bezeichnen, beginnt oder endet eine Frühjahrsexkursion in der Regel im "Wassergarten an Sündenborn". Günstiger ist, sie hier enden zu lassen, da es sonst zu gewaltigen zeitlichen Verzögerungen kommt. Detlef Madeja (Anklam) hatte den Garten zu letzten Mal vor 15 Jahren besucht und wollte sehen, was sich seither getan hatte. Eine etwa 2- stündige Führung durch die Anlage weckte sicher Wünsche und beantwortete Fragen. Nicht zuletzt können sich Interessenten der Garten online zu verschieden Jahreszeiten betrachten, oder von Mai bis Oktober unseren Garten besuchen.

Der Ahorngarten von Winfried Podellek

Ganz anders als der Wassergarten am Sündenborn stellt sich das nahezu japanisch anmutende Gartenidyll in Wismar dar. Winfried hat auf einem relativ schmalen, dafür aber um 50 Meter langen Grundstück eine beeindruckende Sammlung unterschiedlichster Nadelgehölze, japanischer Ahorne und Paeonien, vor allem Stauchpaeonien, aufgepflanzt. Abgerundet von einem kleinem Teich, gesäumt von Hosta und Hemerocallis öffnet sich hier ein Refugium für den Kenner. Wer sich diese Kostbarkeiten nicht entgehen lassen möchte, sollte im Frühjahr, oder im Herbst diesen Garten besuchen, wenn die Farbenpracht des Ahornlaubes manchen Blütengarten in den Schatten stellt.

Wer sich nochmal den Bericht von der Exkursion 2000/ 2001 anschauen möchte, der brauch nur hier zu klicken!

Bis zum nächstem Mal "Mit nassen Füssen durch Mecklenburg",

Euer Claus Gering